Bereits das Cover-Foto verdeutlicht, dass die Verlustangst den Kindern gilt. Vor allem bei strittigen Trennungspaaren spielt sie eine traurige Rolle — und wird selten thematisiert. Das Posterpoem ICH HATTE IMMER ANGST ist ein Gedicht über die verletzliche Seite elterlicher Liebe – über Sorge, Zweifel und eine Bindung, die einiges aushält.
Lea Joan Martin Ich hatte immer Angst Posterpoem
Künstlerische Heftedition (DIN A5) 20 Seiten · ISBN 978-3-935401-37-1 6 €, lieferbar seit März 2026
Bereits die ersten Gedichtzeilen deutet an, dass von einem Umbruch die Rede ist. Die Kinder sind ausgezogen, die Zeit der Care-Arbeit ist vorbei. Das PosterPoem NACH DER ARBEIT erzählt von Träumen, die sich verändern, und der Frage, ob Fürsorge und Freiheit, Alltag und Kunst einander ausschließen — oder ergänzen.
Lea Joan Martin Nach der Arbeit Posterpoem
Künstlerische Heftedition (DIN A5) 20 Seiten · ISBN 978-3-935401-36-4 6 €, lieferbar seit März 2026
Als ihr Mann früh an einer seltenen Form der frontotemporalen Demenz erkrankt, verändert sich das Leben einer Berliner Journalistin grundlegend. Plötzlich trägt sie allein die Verantwortung für zwei Kinder, drei und dreizehn Jahre alt, für den Lebensunterhalt – und für einen Partner, der Sprache, Orientierung und Selbstständigkeit verliert.
Der Alltag wird von Klinikfluren, Pflegegraden, Behördenwegen und existenziellen Entscheidungen bestimmt. Gleichzeitig versucht sie, ihren Kindern Halt zu geben und eine Form von Normalität zu bewahren. Tangohimmel erzählt diese Geschichte aus der Perspektive der Frau, die alles zusammenhalten muss – lebendig, präzise und ohne Beschönigung. Im Zentrum steht ihr Mut, ungewöhnliche Wege zu gehen. Sie setzt Grenzen, organisiert Hilfe und trifft schließlich eine Entscheidung, die schmerzt, aber notwendig ist: die Trennung, um ihrem Mann eine gute Versorgung zu ermöglichen und ihre Kinder zu schützen.
Zu einer entscheidenden Kraftquelle wird der Tango argentino. In der Umarmung des Tanzes findet sie Momente von Nähe, Würde und Selbstbehauptung. Aus diesen Augenblicken wächst eine Sehnsucht nach Buenos Aires – und einem Leben, das wieder Raum zum Atmen lässt. Tangohimmel verbindet ein hochaktuelles Thema mit einer starken Erzählerinnenfigur und einer besonderen, emotionalen Bildwelt. Ein berührender Roman über Care-Arbeit, Familie, Selbstschutz und die Kraft, trotz allem weiterzugehen.
»Ein bewegendes, ehrliches und trotz aller Schwere hoffnungsvolles Buch über die Kraft der Liebe und die starke Wirkung von Musik und Bewegung. «(Desideria Care e. V.)
»Das Buch erzählt ehrlich, liebevoll, verzweifelt, zart. Ich habe das Gefühl, einem inneren Dialog zuzuhören, der mir Einblick in diesen Himmel schenkt.« (Thomas Rieser, Nou Tango Berlin)
Silvia Teich: Tangohimmel, 188 Seiten, Softcover, ISBN 978-3-935401-35-7, 18 €, August 2026
Einen Einblick in die Geschichte, die Silvia Teich mit ihrem Mann und ihren Kindern erlebt hat, gibt ihr Blog »Aphasialand«.
Anthologie mit literarischen Texte über Sichtbarkeit, Verweigerung und digitale Barrieren
Und dann drehen wir ein kleines Video. Ein Satz, wie er heute beinahe selbstverständlich geworden ist. Für manche Menschen ist er eine Einladung. Für andere eine Zumutung.
28 Autorinnen und Autoren haben sich dem Thema kamerascheu in Gedichten, Kurzgeschichten und Erzählungen genähert. Die Texte erzählen von Menschen, die sich dem Blick der Kamera entziehen, und von anderen, die ihn suchen. Es geht um Selbstinszenierung und Überwachung, um Widerstand und Identität, um Öffentlichkeit, Privatheit und immer wieder um den Wunsch, selbst bestimmen zu dürfen, wann und wie man sichtbar wird.
Zwischen den Beiträgen begegnen wir Malou, mit der ein kleines Video gedreht werden soll. So beginnen die unterschiedlichen Perspektiven miteinander zu korrespondieren. Nach und nach tritt ein gemeinsames Thema hervor: Wie verändert die Digitalisierung unseren Blick auf uns selbst und auf andere? Und welche Freiheit liegt darin, sich diesem Blick auch entziehen zu dürfen? Kamerascheu, von vielen als zu überwindendes Hemmnis empfunden, erweist sich als eine Chance, zentrale Fragen zu stellen.
Eine literarische Anthologie über (Un-)Sichtbarkeit im digitalen Zeitalter – und über das Recht jedes Menschen, selbst zu entscheiden, wann und wie er gesehen werden möchte.
Mit Beiträgen von Gerd Meyer-Anaya, Melanie Schlämann, Mirko Swatoch, Clemens Schittko, Daniel Klaus, Harald Müller, Andreas Köllner, Andrea Voigt, Christian Knieps, Lisa Olthafer, Frederik Curczok, Michael Helming, Oliver Fahn, Angelika Zick, Florian Link, René Gatterer, Kira Huth, Ingo Cesaro, Christian Pohlenz, Sigune Schnabel, Petra Lohan, B. Jetschko, Emrys Perera, Leona Falkenstein, Bettina Hahn-Müller, Hildegard Schaefer, Angel André Osorio und Madlen Navratil.
Kamerascheu. Anthologie. Hrsg. Lea Martin. ca. 140 Seiten. Klappenbroschur. ISBN: 978-3-935401-54-8, voraussichtlicher Ladenpreis: 16 €. Voraussichtlicher Erscheinungstermin: Anfang 2027. Bis zum Erscheinungstermin kann das Buch zum Subskriptionspreis von 12 € mithilfe des folgenden Button vorbestellt werden.
Schon mal ein Kinderbild geschenkt bekommen? Ohne dass rechte Freude aufkam? Als Waldorf-Pädagogin hat die Malerin Stefanie Schäfer, Bonn, einen eigenen Blick auf Kinderbilder. Sie bringt sie zum Leuchten und deckt dabei den Reichtum auf, der in ihnen steckt.
Gesehen & gemalt Noch gibt es keine Website mit der Kunst von Stefanie Schäfer. Aber es gibt bereits einen Namen: www.gesehenundgemalt.de. Und wer nicht warten möchte, kann in Kürze schon mal hier Postkarten schnuppern. Wenn du den Newsletter von j:m: abonniert hast, erhältst du eine Information, wenn es soweit ist. Wenn du ihn abonnieren möchtest, schreib uns einfach eine kurze Nachricht per Mail.
Die Künstlerin im Gespräch Im Gespräch für meinen Podcast »Privatlesung« hat mir die Künstlerin erzählt, was sie aus den Kinderzeichnungen liest, die sie inspirieren, und weshalb sich viele Menschen freuen, ihre farbenfrohen Bilder zu sehen. Der Podcast ist überall zu finden, wo es Podcasts gibt.
Die Welt lesen Wenn du dich fragst, was hat Malerei in einem Verlagsprogramm verloren? Man kann Bücher lesen. Die Natur. Oder Kinderbilder.
Postkarten Im Folgenden ist eine Auswahl an Motiven zu sehen, die als (Klapp-) Postkarte bei j:m: bestellt werden können. Links ist das Kinderbild zu sehen, das als Vorlage diente. Rechts das Bild, zu dem die Künstlerin inspiriert wurde.
Die folgenden Bilder können als (Klapp-)Postkarte bestellt werden. (Auf der Rückseite befindet sich in den meisten Fällen ein kleines Foto des Original-Kinderbilds).