Alle Beiträge von leamartin

IN VORBEREITUNG: »Tangohimmel« von Silvia Teich

Als ihr Mann früh an einer seltenen Form der frontotemporalen Demenz erkrankt, verändert sich das Leben einer Berliner Journalistin grundlegend. Plötzlich trägt sie allein die Verantwortung für zwei Kinder, drei und dreizehn Jahre alt, für den Lebensunterhalt – und für einen Partner, der Sprache, Orientierung und Selbstständigkeit verliert.

Der Alltag wird von Klinikfluren, Pflegegraden, Behördenwegen und existenziellen Entscheidungen bestimmt. Gleichzeitig versucht sie, ihren Kindern Halt zu geben und eine Form von Normalität zu bewahren. Tangohimmel erzählt diese Geschichte aus der Perspektive der Frau, die alles zusammenhalten muss – lebendig, präzise und ohne Beschönigung. Im Zentrum steht ihr Mut, ungewöhnliche Wege zu gehen. Sie setzt Grenzen, organisiert Hilfe und trifft schließlich eine Entscheidung, die schmerzt, aber notwendig ist: die Trennung, um ihrem Mann eine gute Versorgung zu ermöglichen und ihre Kinder zu schützen.

Zu einer entscheidenden Kraftquelle wird der Tango argentino. In der Umarmung des Tanzes findet sie Momente von Nähe, Würde und Selbstbehauptung. Aus diesen Augenblicken wächst eine Sehnsucht nach Buenos Aires – und einem Leben, das wieder Raum zum Atmen lässt. Tangohimmel verbindet ein hochaktuelles Thema mit einer starken Erzählerinnenfigur und einer besonderen, emotionalen Bildwelt. Ein berührender Roman über Care-Arbeit, Familie, Selbstschutz und die Kraft, trotz allem weiterzugehen.

Geplanter Erscheinungstermin: September 2026. Bis dahin kann das Buch zum Subskriptionspreis von 12 € unter folgendem Link bestellt werden: 

Silvia Teich: Tangohimmel, 188 Seiten, Softcover, ISBN  978-3-935401-35-7, voraussichtlicher Ladenpreis 18 € 

Einen Einblick in die Geschichte, die Silvia Teich mit ihrem Mann und ihren Kindern erlebt hat, gibt ihr Blog »Aphasialand«.

In Vorbereitung: »kamerascheu«

Anthologie mit literarischen Texte über Sichtbarkeit, Verweigerung und digitale Barrieren

Und dann drehen wir ein kleines Video. Ein Satz, wie er heute beinahe selbstverständlich geworden ist. Für manche Menschen ist er eine Einladung. Für andere eine Zumutung.

28 Autorinnen und Autoren haben sich dem Thema kamerascheu in Gedichten, Kurzgeschichten und Erzählungen genähert. Die Texte erzählen von Menschen, die sich dem Blick der Kamera entziehen, und von anderen, die ihn suchen. Es geht um Selbstinszenierung und Überwachung, um Widerstand und Identität, um Öffentlichkeit, Privatheit und immer wieder um den Wunsch, selbst bestimmen zu dürfen, wann und wie man sichtbar wird.

Zwischen den Beiträgen begegnen wir Malou, mit der ein kleines Video gedreht werden soll. So beginnen die unterschiedlichen Perspektiven miteinander zu korrespondieren. Nach und nach tritt ein gemeinsames Thema hervor: Wie verändert die Digitalisierung unseren Blick auf uns selbst und auf andere? Und welche Freiheit liegt darin, sich diesem Blick auch entziehen zu dürfen? Kamerascheu, von vielen als zu überwindendes Hemmnis empfunden, erweist sich als eine Chance, zentrale Fragen zu stellen. 

Eine literarische Anthologie über (Un-)Sichtbarkeit im digitalen Zeitalter – und über das Recht jedes Menschen, selbst zu entscheiden, wann und wie er gesehen werden möchte.

Mit Beiträgen von Gerd Meyer-Anaya, Melanie Schlämann, Mirko Swatoch, Clemens Schittko, Daniel Klaus, Harald Müller, Andreas Köllner, Andrea Voigt, Christian Knieps, Lisa Olthafer, Frederik Curczok, Michael Helming, Oliver Fahn, Angelika Zick, Florian Link, René Gatterer, Kira Huth, Ingo Cesaro, Christian Pohlenz, Sigune Schnabel, Petra Lohan, B. Jetschko, Emrys Perera, Leona Falkenstein, Bettina Hahn-Müller, Hildegard Schaefer, Angel André Osorio und Madlen Navratil. 

Kamerascheu. Anthologie. Hrsg. Lea Martin. ca. 140 Seiten. Klappenbroschur. ISBN: 978-3-935401-54-8, voraussichtlicher Ladenpreis: 16 €. Voraussichtlicher Erscheinungstermin: Anfang 2027. Bis zum Erscheinungstermin kann das Buch zum Subskriptionspreis von 12 € mithilfe des folgenden Button vorbestellt werden.

Stefanie Schäfer

Malerei nach Kinderbildern

Schon mal ein Kinderbild geschenkt bekommen? Ohne dass rechte Freude aufkam? Als Waldorf-Pädagogin hat die Malerin Stefanie Schäfer, Bonn, einen eigenen Blick auf Kinderbilder. Sie bringt sie zum Leuchten und deckt dabei den Reichtum auf, der in ihnen steckt.

Gesehen & gemalt
Noch gibt es keine Website mit der Kunst von Stefanie Schäfer. Aber es gibt bereits einen Namen: www.gesehenundgemalt.de. Und wer nicht warten möchte, kann in Kürze schon mal hier Postkarten schnuppern. Wenn du den Newsletter von j:m: abonniert hast, erhältst du eine Information, wenn es soweit ist. Wenn du ihn abonnieren möchtest, schreib uns einfach eine kurze Nachricht per Mail.

Die Künstlerin im Gespräch
Im Gespräch für meinen Podcast »Privatlesung« hat mir die Künstlerin erzählt, was sie aus den Kinderzeichnungen liest, die sie inspirieren, und weshalb sich viele Menschen freuen, ihre farbenfrohen Bilder zu sehen. Der Podcast ist überall zu finden, wo es Podcasts gibt.

Die Welt lesen
Wenn du dich fragst, was hat Malerei in einem Verlagsprogramm verloren? Man kann Bücher lesen. Die Natur. Oder Kinderbilder.

Postkarten
Im Folgenden ist eine Auswahl an Motiven zu sehen, die als (Klapp-) Postkarte bei j:m: bestellt werden können. Links ist das Kinderbild zu sehen, das als Vorlage diente. Rechts das Bild, zu dem die Künstlerin inspiriert wurde.

Die folgenden Bilder können als (Klapp-)Postkarte bestellt werden. (Auf der Rückseite befindet sich in den meisten Fällen ein kleines Foto des Original-Kinderbilds).

Kleine (Klapp-)Postkarten (Format x /y ) können zum Stückpreis von je 1,50 € hier bestellt werden:

Große (Klapp-)Postkarten (Format x / y) können zum Stückpreis von 2 € hier bestellt werden:

Im Freitextfeld des Warenkorbs bitte unbedingt angeben, welches Motiv oder welche Motive gewünscht werden.

Und wenn ich heute stürbe

Lea Joan Martin

Und wenn ich heute stürbe
Wäre mir die letzte Nacht
Die liebste wohl von allen
Weil sie mir dich gebracht. 

Und wenn ich weiterlebe
Begrüß ich jeden Tag
Als ein Geschenk des Himmels
Für das ich danken mag 

In Liedern, leicht wie eine
Musik, die uns beschwingt
Ins Leben schickt als Engel,
Der von der Liebe singt.

Poesieketten

Die Poesieketten von Lea Joan Martin lassen Worte tanzen.

Ein literarisches Geschenk für alle, die das Besondere lieben. Liebevoll verpackt, verschiedene Texte. Einfach im Freitextfeld angeben, welches Gedicht gewünscht wird. Die Auswahl steht weiter unten.

Diese Gedichte stehen aktuell zur Auswahl:

Hoffnung

Poesie 

Glück

Und wenn ich heute stürbe

Einmal nur sag

Wenn du dir ein anderes Gedicht aus dem Repertoire von j:m: wünschst, schreib das gern bei deiner Bestellung im Freitextfeld,, und ich fertige eine Poesiekette mit dem Gedicht deiner Wahl an.

NEU: Tango in Istanbul. Der Roman

Lea Joan Martin

Tango in Istanbul. »Wenn sie sich vorstellt, in Istanbul Tango zu tanzen, sieht sie sich aufrecht auf einem Barhocker sitzen, weit oberhalb der tosenden Stadt, die Beine übereinander geschlagen, in Vorfreude auf das, was die Nacht bereit hält.«

Istanbul ist Karens großer Traum. Jahrelang arbeitet sie auf diesen Ort hin, in der Hoffnung, dort einen aufbegehrenden, widerständigen Tango zu finden. Kurz vor der Abreise nimmt sie Kontakt zu Mustafa auf, einem Mann, der Teil ihrer inneren Landschaft ist. Eine On-Off-Beziehung, getragen von Nähe und Entzug, von Sehnsucht und Irritation. Entgegen aller Vernunft unternehmen sie die Reise zu zweit. Kaum in Istanbul angekommen, wird aus der Verheißung eine Zumutung. Die Stadt ist laut, grell, männlich codiert – von Tango keine Spur.

Was folgt, ist weniger eine Liebesgeschichte als eine präzise Erkundung emotionaler Dynamiken: Wie entsteht Bindung? Wann kippt Nähe in Selbstverlust? Und warum hält man an dem fest, was einen verunsichert? In der Bewegung durch Istanbul – beim Tango, in Gesprächen, im Schweigen – legt Karen Schicht um Schicht ihrer eigenen Muster frei.

In einer bildhaften, unaufdringlichen Sprache erkundet »Tango in Istanbul« die feine Grenze zwischen Hingabe und Selbstverleugnung, Verbindung und Identität.

Ein leiser, intensiver Roman über Begehren, Macht und die kulturelle Spannung zwischen patriarchalen und gleichberechtigten Beziehungsmustern, in dem Istanbul zu einem Resonanzraum für den weiblichen Wunsch nach Freiheit wird. 

Lea Joan Martin: Tango in Istanbul. Der Roman. Softcover, ca. 184 Seiten, ISBN 978-3-935401-33-3, 18 €, lieferbar seit 21.08.2026.

Die gleichnamige Kolumen-Sammlung »Tango in Istanbul« erscheint voraussichtlich im Dezember 2026.

Am Samstag, 3. Oktober 2026, 16 Uhr, liest Lea Joan Martin im Rahmen der Oberkasseler Kulturtage aus ihrem Roman »Tango in Istanbul« . Ort: Kastellstraße 27, 53227 Bonn-Oberkassel.

Am Donnerstag, 22. Oktober 2026, 19 Uhr, liest Lea Joan Martin im Rahmen des Literaturfestivals Weinheim aus ihrem Roman »Tango in Istanbul«, Ort. Muddy’s Club, Schulstraße 3, 69469 Weinheim.