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NEU: »Den Hütern der deutschen Sprache«

Posterpoem von Lea Joan Martin

Die Auschwitz befreiten
Sprachen kein Deutsch

DEN HÜTERN DER DEUTSCHEN SPRACHE fragt, wie Deutsche mit einer Sprache leben, in der Auschwitz gedacht, begangen und gerechtfertigt wurde – und was es heißt, ihr dennoch zu vertrauen.  

Das Poem »Den Hütern der deutschen Sprache ins Poesiealbum« ist dem Gedichtband »nackte worte« entnommen.

Das Gedicht ist ein leidenschaftliches Plädoyer gegen sprachliche und kulturelle Abschottung. Es erinnert daran, dass die deutsche Sprache während der NS-Zeit zur Sprache der Täter wurde und sich seit Auschwitz nicht mehr losgelöst von dieser Geschichte denken lässt. Der Vorstellung einer »reinen« Sprache setzt das Gedicht eine Sprache entgegen, die offen ist für andere Menschen und ihre Erfahrungen. Eine Sprache, die das Heute im Gestern fühlt und gerade dadurch Menschen miteinander verbindet.

Eine besondere Stärke des Gedichts liegt in seinen poetischen Bewegungen und bewusst zugespitzten Bildern. Die Bilder tragen den Gedanken – nicht umgekehrt. Formulierungen wie »die Sprache, die Auschwitz erfand« eröffnen einen Denkraum und laden dazu ein, über die Macht von Sprache nachzudenken: Sprache ist nie neutral. Sie kann entmenschlichen und Gewalt vorbereiten, sie kann aber auch Erinnerung wachhalten, Empathie ermöglichen und Verständigung stiften. Gerade in dieser Spannung entfaltet das Gedicht seine poetische Kraft.

Lea Joan Martin
Den Hütern der deutschen Sprache
Posterpoem

Künstlerische Heftedition (DIN A5)
20 Seiten · ISBN 978-3-935401-44-9
12 €

Lieferbar seit 26. Juni 2026

IN VORBEREITUNG: »Nicht euer ‚Mädel’«

Posterpoem von Lea Joan Martin

Ein ‚Mädel‘ ist Kind
Mit Wimpern, die klimpern

NICHT EUER „MÄDEL“ nimmt ein scheinbar harmloses Wort in den Blick, das klein macht, und dreht es um. Ein Gedicht über Zuschreibung und Selbstbestimmung.

Lea Joan Martin
Nicht euer „Mädel“
Posterpoem

Künstlerische Heftedition (DIN A5)
20 Seiten · ISBN 978-3-935401-43-2
12 €

Jetzt vorbestellen zum Subskriptionspreis von 10 €.

»Wie mit dir«

Posterpoem von Lea Joan Martin

Wie mit dir
Flirte ich mit der Stille

WIE MIT DIR erzählt von schmerzlicher Abwesenheit, die sich verwandelt, und von Nähe, die weiterlebt, auch wenn jemand fehlt.

Lea Joan Martin
Wie mit dir
Posterpoem

Künstlerische Heftedition (DIN A5)
20 Seiten · ISBN 978-3-935401-42-5
12 €

IN VORBEREITUNG: »Als du wegfuhrst«

Posterpoem von Lea Joan Martin

Als du wegfuhrst
Kam die Sehnsucht

ALS DU WEGFUHRST spielt mit dem Motiv eines Abschieds auf Zeit, der Liebenden wenig anhaben kann.

Lea Joan Martin
Als du wegfuhrst
Posterpoem

Künstlerische Heftedition (DIN A5)
20 Seiten · ISBN 978-3-935401-41-8
12 €

Jetzt vorbestellen zum Subskriptionspreis von 10 €.

In Kürze auch als Poster lieferbar (Din A2):

IN VORBEREITUNG: »solange ich lebe«

Posterpoem von Lea Joan Martin

schon wieder
dünnhäutig

Solange ich lebe öffnet sich dem Moment, in dem ein Strich lebendig wird. Verletzlichkeit als Beginn.  

Lea Joan Martin
solange ich lebe
Posterpoem

Künstlerische Heftedition (DIN A5)
20 Seiten · ISBN 978-3-935401-40-1
12 €

Voraussichtlicher Liefertermin: April 2026. Jetzt vorbestellen zum Subskriptionspreis von 10 €.

IN VORBEREITUNG: »Ob du gläubig bist«

Posterpoem von Lea Joan Martin

Ob du gläubig bist
Entscheidet sich nicht an Äußerlichkeiten

OB DU GLÄUBIG BIST fragt, was an Gott zu glauben wirklich bedeutet, und lenkt den Blick in eine unerwartete Richtung.

Lea Joan Martin
Ob du gläubig bist
Posterpoem

Künstlerische Heftedition (DIN A5)
20 Seiten · ISBN 978-3-935401-39-5
12 €

Voraussichtlicher Liefertermin: April 2026. Jetzt vorbestellen zum Subskriptionspreis von 10 €.

»Ohne Sentimentalität und Predigtton»

Uwe Birnstein über »Die heilende Schrift« von Stephan Krawczyk

Stephan Krawczyks Engelbuch überrascht und überzeugt. »Die heilende Schrift. 77 Imaginationen« entspringt der Feder eines Liedermachers und Autors, für den Sprache ein Lebenselixier ist. Die 77 Miniaturen zeigen Engel nicht als Kitsch oder religiösen Lehrstoff, sondern als etwas Erfahrbares: Sie erscheinen als leiser Trost, Störung der Routine oder unerwartetes Mehr im Gewohnten. Krawczyk meidet Sentimentalität und Phrasen. Das hebt sein Buch wohltuend von frommen Besinnungsbüchlein ab.
Krawczyks heutige Offenheit für biblische Bildwelten hat biografische Wurzeln. In der DDR suchte er nicht den Glauben, sondern die Freiheit. Diese fand er am ehesten in den Kirchenräumen, in denen er auch als kritischer Künstler willkommen war. Seit 1985 durfte er offiziell und außerhalb der Kirchen nicht mehr auftreten. Solo und bis 1987 auch mit der Volksgruppe Liederlich stand er auf der Bühne. Sein bekanntestes Lied aus dieser Zeit: »Wieder stehen«.
Heute ist Krawczyk auch ein versierter Autor. Seine Bücher sind oft autobiografisch gefärbt: »Der Narr« schildert den realsozialistischen Alltag, komisch und bitter; »Augenhöhe – Vater-Sohn-Momente« bietet zärtliche Prosa über Nähe und Verantwortung; der Roman »Mensch, Nazi« thematisiert die Begegnung mit einem Neonazi; und »Der Himmel fiel aus allen Wolken« führt auf eine deutsch-deutsche Zeitreise.
Krawczyks Doppelbegabung — Lied und Literatur, Widerstand und Poesie — prägt auch sein Engelbuch. Die Texte sind kurz, eigenwillig, manchmal komisch, manchmal tröstlich. Engel erscheinen als Warnsignal, als Spiegel der Selbstwahrnehmung, als kleine Unterbrechung des Alltags. Krawczyk schärft die Wahrnehmung: Im Summen des Kühlschranks hört er Engelsstimmen erklingen, und »das All« durchzieht »ein Kanon, der uns in den Knochen steckt«.
Religiöse Leser finden biblische Anklänge ohne Predigten. Das Buch liefert keine schnellen Antworten, sondern es lädt dazu ein, die Welt, den Glauben, sich selbst neu zu sehen. Und genau das wirkt »heilend«.
Mit »Die heilende Schrift« legt Krawczyk einen literarischen Mutmacher vor: poetisch, alltagstauglich, geistreich. Selbst Skeptikerinnen und Atheisten finden hier Anregung über die »Engel des Alltags« nachzudenken — Begegnungen, Worte, Augenblicke, die heilsam wirken und uns verändern können.
Das Buch zeigt den Glauben als eine Sprache des Alltags, als Klang, der durch das Leben trägt. Es ist ein geistliches Lesebuch für alle, die ahnen: Es gibt mehr zwischen Himmel und Erde, als wir messen und berechnen können.

»Glaube und Heimat«, Mitteldeutsche Kirchenzeitung, Nr. 9, 22.02.2026

»Sich zu trennen«

Posterpoem von Lea Joan Martin

Wem also gehören
diese Füße?

Jede Trennung eines Paares hat zwei Seiten: eine schmerzliche und eine, in de sich persönliche Freiheit ausdrückt. Das Posterpoem SICH ZU TRENNEN wirft einen liebevoll-zärtlichen Blick auf den natürlichen Abschiedsschmerz, der das Ende einer Liebe begleitet.

Lea Joan Martin
Sich zu trennen
Posterpoem

Künstlerische Heftedition (DIN A5)
20 Seiten · ISBN 978-3-935401-38-8
12 €, lieferbar seit März 2026

»Ich hatte immer Angst«

Posterpoem von Lea Joan Martin

Ich hatte immer Angst
Euch zu verlieren

Bereits das Cover-Foto verdeutlicht, dass die Verlustangst den Kindern gilt. Vor allem bei strittigen Trennungspaaren spielt sie eine traurige Rolle — und wird selten thematisiert. Das Posterpoem ICH HATTE IMMER ANGST ist ein Gedicht über die verletzliche Seite elterlicher Liebe – über Sorge, Zweifel und eine Bindung, die einiges aushält.

Lea Joan Martin
Ich hatte immer Angst
Posterpoem

Künstlerische Heftedition (DIN A5)
20 Seiten · ISBN 978-3-935401-37-1
12 €, lieferbar seit März 2026

»Nach der Arbeit«

Posterpoem von Lea Joan Martin

Ich eile nach Hause
Als würde ich erwartet


Bereits die ersten Gedichtzeilen deutet an, dass von einem Umbruch die Rede ist. Die Kinder sind ausgezogen, die Zeit der Care-Arbeit ist vorbei. Das PosterPoem NACH DER ARBEIT erzählt von Träumen, die sich verändern, und der Frage, ob Fürsorge und Freiheit, Alltag und Kunst einander ausschließen — oder ergänzen.

Lea Joan Martin
Nach der Arbeit
Posterpoem

Künstlerische Heftedition (DIN A5)
20 Seiten · ISBN 978-3-935401-36-4
12 €, lieferbar seit März 2026