Archiv der Kategorie: Allgemein

IN VORBEREITUNG: »nackte worte«

JETZT VORBESTELLEN zum Subskriptionspreis von 12 € (inkl. Versand)

Worte haben nicht nur eine Bedeutung, sondern auch einen Körper. Im Mittelpunkt der Lyrik von Lea Martin stehen traumatische Erinnerungen, Krieg, Auschwitz, Liebe, Natur, vor allem aber Sprache und die Spielräume, die sie öffnet, wenn man sich auf sie einlässt.

Sprache ist nicht Objekt, Material, sondern dialogfähiges Gegenüber. In dem Gedicht „meine sprache“ wird die Verbindung zur Sprache als Tanz zweier Liebender beschrieben.

Jedes Wort. Darf sein. Für sich. Auf einer Bühne weißen Papiers. Hand in Hand mit anderen. Das ist Lyrik, für Lea Joan Martin. Manche Gedichte hat sie bereits gezeigt, im Kleid bunter Bilder. Hier sind sie nackt.

Nackte Worte. Von Weiß umringt.

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Postkarten

Kurznachrichten sind umso schöner,  je persönlicher sie sind. Die Postkarten von joanmartin laden dazu ein, einfach mal Hallo zu sagen. Von Briefkasten zu Briefkasten, ganz altmodisch und voller Liebe.

Verschiedene Motive zu Tango und Lyrik, 5 Stück à 5 EUR. 

5 Postkarten mit »Tango Dreams«

5 Postkarten »Lyrik ist überall«

5 Postkarten »Sind Tangotänzer die besseren Liebhaber?« 

5 Postkarten »auschwitz : heute«

5 Postkarten gemischte Motive

Das Cover von »Tango Dreams« wurde von Mathias Gebler aufgenommen, beim Contemporary Tango Festival im Berliner Hauptbahnhof

»Bis das Geld euch scheidet«

Nur noch wenige Exemplare bei joanmartin erhältlich.

Um nichts wird bei Scheidungen so heftig gestritten wie um Geld. Oft wird unterstellt, das liege an der Habgier „überemanzipierter“ Frauen. Tatsächlich herrscht bereits in mancher Liebesbeziehung (ob mit oder ohne Trauschein) ein finanzielles Machtgefälle, in dem der Mann das Sagen hat, während sich die Frau ausgeliefert fühlt. Von Gesetzes wegen wird finanzielle Gleichberechtigung als Privatsache angesehen. Nicht selten ziehen Banken, Notare, Unternehmensberater und Ehemänner an einem Strang, wenn es darum geht, eine Frau finanziell über den Tisch zu ziehen. Ihre Interessen werden nicht ernst genommen oder überhört, und sie gibt Erpressungen nach, weil sie sich finanziell und/oder emotional abhängig fühlt.

„Dieses Buch füllt eine Lücke.“ (ekz‐Informationsdienst)

„So gut und lebhaft geschildert, dass einem bei der Lektüre fast der Atem stockt.“ (FRAZ)

Aus dem Inhalt:
• Was ist finanzielle Gewalt?
• Was Frauen so anfällig macht
• Welche Rolle spielt das Ehe- und Familienrecht?
• Wem helfen Banken, Notare und Rechtsberatungen?
• Wie kann ich mich wehren?

Berlin 2005, Softcover, 202 Seiten, 15 €, ISBN: ‎ 978-3936937138

Das Buch ist nur noch bei joanmartin erhältlich. 

Lyrik nach Auschwitz: lakonisch, wach, hingebungsvoll

Elisabeth und Dr. Rolf Hackenbracht, August 2000

Die Gedichte weil ich keine jüdin bin sprechen von der aufbegehrenden Ratlosigkeit angesichts einer unabgeschlossenen und unabschließbaren Geschichte. Das glechsam antikische Grundgefühl einer lastenden Schuld, die sich nicht aus einer direkten eigenen Verfehlung herleitet, verschärft sich in dem Bewusstsein, angesichts menschlichen Elends und Leidens selbst behütet zu leben. Das Gefühl innerer Zerrissenheit, mit wachen Sinnen wahrzunehmen und den Zustand einer unverwandelten Welt nicht wenden zu können, teilt sich letztlich in nahezu jedem Gedicht dieser Sammlung mit und findet in Verfremdendungen und in der Zerstörung sprachlicher Strukturen den lyrischen Ausdruck. 

Die Darstellungsformen wechseln notwendigerweise, denn die persönliche Betroffenheit, die hier zur Sprache kommt, fordert unterschiedliche Sprachgesten und unterschiedliche ästhetische Ebenen. Katharina Schäfer schreibt Gedichte nach Auswitz in einer beständigen Reflexion auf dieses Ereignis der deutschen Geschichte. Dort, wo sie ein Gedicht unter die Überschrift Schuld stellt, gerät die Rede, die andernorts erklärt, ins Stammeln, und Adorno scheint bestätigt, wenn sich in Prosa eingerückte, ausdrückliche Erklärungen zwischen den Gedichten finden, deren spröder Ton anrührt. 

Betroffen steht man unter dem Eindruck des Gedichts, das der Sammlung gleichsam in der Negation den Titel gegeben hat: So bin ich Jüdin worden, dem gewagtesten der Gedichte, weil sich hier am deutlichsten der existentielle Bezug der Schreibenden auf die für sie gegenwärtig gebliebene Geschichte zeigt. Auf die ästhetische Qualität der Gedichte, die sprachliche Nuancierungsgabe der Autorin, ihr Gespür für jene die Wirklichkeit verwandelnde Kraft der Wörter, auf ihr Sensorium für lautliche Differenzierungen sei aufmerksam gemacht mit einigen Sätzen zum Gedicht Poesie.

Lakonisch-zärtlich entwächst es aus einem einzigen Wort. Das sprechende Ich überlässt sich einer Art Tanz, in dem es das Wort als seinen Partner herausfordert und umwirbt. Die Hingabe an die Sprache, die spielerische Vertrautheit, die hier inszeniert wird, ist so unumgänglich wie die Liebe. Geradezu zärtlich ist das Gedicht formal gebunden durch die doppelte rhythmische Schleife
flüchtiges/ gebeuteltes, den wiederholten Binnenreim (dich will ich/dich und mich), durch die übermütigen Alliterationen (in Blüte/auf Bräutigamsschau//in der Küche/am Kindsbett). Schließlich werden in der letzten Strophe die Lakonie aufgegeben und die Zeilen wenn eins das andere hält fast verschwenderisch vielsinnig. 

Katharina Schäfers Gedichte rufen unterschiedliche, vor allem auch widersprüchliche Gefühle wach. Sie stellen eine emotionale und intellektuelle Herausforderung dar. 

Hast du Lust, bei joanmartin mitzumachen?

Vor allem die folgenden joanmartin-Projekte laden zur Mitgestaltung und Mitarbeit ein:

  • Portraits internationaler AutorInnen aus der DDR. Das Manuskript ist vor dreißig Jahre aus Begegnungen mit Menschen entstanden, die einen doppelten Bruch in ihrer Biografie erlebt haben. Sie lebten in der DDR im Exil und haben zugleich in ihr ein Zuhause gefunden, das sich 1989 auflöste. In Interviews und in Texten reflektieren sie die DDR und ihr Ende auf ebenso anrührende wie nachdenkliche Art. Einige der Autor:innen haben bereits ihr Einverständnis zur verspäteten Veröffentlichung geben. Ich wünsche mir Unterstützung beim Endspurt vor der Publikation  (v. a. Lektorat, Literaturliste), gern in Form eines (honorierten) Praktikums .
  • PosterPoems. Mein Traum ist es, die vielen Werbeplakate, die den öffentlichen Raum prägen, zumindest zeitweise durch Kunstplakate zu ersetzen. Ich wünsche mir, ein sichtbares Zeichen für die Bedeutung von Kunst und gegen die Macht der omnipräsenten Werbung im öffentlichen Raum zu setzen. Zu den ersten PosterPoems siehe folgenden Link. (Die Website ist durch einen technischen Fehler aktuell in Überarbeitung.)
  • Digital Immigrants. Wenn zehn Finger über die Tastatur fliegen, fühlt sich das anderes an, als mit einem Stift in der Hand zu schreiben. Der Bildschirm hat das Papier ersetzt. Wie verändert die Digitalisierung das Schreiben? Zu diesem Thema würde ich gern ein Buchprojekt starten, mit Texten »digitaler Immigrant:innen«, die den Umbruch reflektieren.
  • Emanzipation abgehakt? Das fragt nicht nur die Folge »Frauen« in meinem Podcast »PrivatLesung«, sondern auch ich möchte einen Beitrag leisten, um nach vorne zu sehen, in eine Zukunft, die allen gehört, egal, wie traditionell männlich oder weiblich sie sind. Zu diesem Zweck plane ich eine Neuauflage des Titels »Bis das Geld euch scheidet« und eine Fortsetzung in Form von Interviews , Arbeitstitel »Sterntalers Töchter“. Ich suche eine (angehende) Sozial- oder Literaturwissenschaftlerin, die sich in Form eines Praktikums, einer Studienarbeit oder auf Honorarbasis mit dem Thema finanzieller Gewalt gegen Frauen befassen möchten.
  • Die Interviews in dem Band »auschwitz : heute« reflektieren den aktiven Umgang junger Menschen in Deutschland mit Auschwitz. Gern würde ich aus den Interviews ein Hörbuch zusammen stellen und suche eine:n (angehenden) Literatur- oder Medienwissenschaftler:in, die/der hierbei in Form eines Praktikums oder auf Honorarbasis unterstützt.
  • »Why Tango?« Die Tangolehrerin Veronica Toumanova hat mit ihren englischsprachigen Essays im Netz eine große Fangemeinde erobert. Sie versteht es, den Tango auf eine Art zu erklären, die all das, was ihn schwierig macht, leicht erscheinen lässt. Humorvoll, direkt, unprätentiös, das sind die Texte, die sich vor allem an Frauen richten, aber auch für Männer wichtige HIlfestellungen bieten. Im April 2019 war ich in Paris und habe ein Video-Interview mit Veronica Toumanova gemacht, weil ich per Crowdfunding eine Übersetzung finanzieren wollte. Ich suche eine Übersetzerin oder jemanden, die/der das Crowdfunding für die Übersetzung und das Lektorat organisiert.
  • »Ich sehne mich nach wilden Küssen«. Mit ihren freiziügigen Gedichten sorgte die Wiener Schauspielerin Ada Christen Mitte des 19. Jahrhunderts für Schlagzeilen. Nach ihrer Eheschließung zog sie sich völlig aus dem literarischen Geschehen zurück. Ich möchte ihre Gedichte neu verlegen und hatte für das Cover auch bereits die Rechte an einem wunderbar passenden Bild von Jeanne Mammen gekauft sowie begonnen, einen Essay zu schreiben. Ich suche Unterstützung bei der Neusichtung der Gedichte, der redaktionellen Bearbeitung, ggf. auch der Fortführung des Begleit-Essays zu der Lyrikerin.
  • »Mein Herz gleicht einem Gottesacker«. Selten hat jemand Trauer in solch anrührende Verse gepackt wie die vergessene Dichterin Louise Brachmann, die zeitgleich mit Goethe und Schiller lebte, viele Verluste hinnehmen musste und verzweifelt versuchte, sich als professionelle Schriftstellerin zu etablieren. Als sie sich nach einer gescheiterten Liebe das Leben nahm, versank sie in Vergessenheit. Ich möchte an sie erinnern, indem ich ihre eigenen Texte mit einem Essay kombiniere und suche Unterstützung bei der Sichtung der Gedichte sowie dem Lektorat des Essays.
  • Lektorat.  Immer wieder suche ich Erst-Leser:innen, die erste Erfahrungen als Lektor:innen und Korrektor:innen sammeln wollen, Aktuell suche ich für einen Band mit Erzählungen zu den traumatischen Spätfolgen der NS-Zeit bei nicht-jüdischen Deutschen mit Interesse für genau dieses Thema.

Wenn du eigene Ideen hast, die zu joanmartin passen könnten, freue ich mich über deine Nachricht, gerne per E-Mail.

Podcast »Privatlesung«

Da wegen Corona aktuell keine Lesungen stattfinden können, ist Lea Martin ab sofort  in ihrem eigenen Podcast »Privatlesung« zu hören

Einleitend geht es um die Erzählung »Das eindeutige Angebot« aus »Sind Tangotänzer die besseren Liebhaber?« und die Frage, was der Held des Geschehens zu seiner literarischen Spiegelung sagt.

Lasst euch mitnehmen auf die dünne Grenze zwischen Realität und Fiktion, die entsteht, sobald man zu erzählen beginnt, und verschwimmt, solange wir sie als selbstverständlch ansehen. Privat ist nicht privat. Und Literatur kann mehr als Fiktion.

Seid neugierig. Seid dabei.

»Privatlesung«

Augenhöhe

»Augenhöhe«
Vater Sohn Momente
Stephan Krawczyk

In seinem neuen Buch begleitet der alleinerziehende Vater und Schriftsteller seinen Sohn, dessen Beobachtungen seinen Blick verändern – eher beiläufig, nebenbei. Die LeserInnen werden auf eine Reise mitgenommen, die zornig beginnt und zärtlich endet.

88 Seiten, Hardcover, ISBN 978-3-935401-10-4, Ladenpreis 13 €.

Eine von Stephan Krawczyk gelesene Hörprobe aus »Augenhöhe«  bietet die gleichnamige Folge des Podcasts »PrivatLesung« von Lea Martin. Mit seinem Song »Gutschein« entlarvt er den schönen Schein der digitalen Gleichheit als kapitalistische Show.

Von Stephan Krawczyk inspirierte PosterPoems von Lea Joan Martin finden sich unter diesem Link. Die Zitate sind dem Roman »Steine hüten« von Stephan Krawczyk entnommen.

Als »Künstler der Anwesenheit« tritt Stephan Krawczyk mit seinen Konzerten, Liedern und Rmanen für eine Gesellschaft ein, die ihre Verantwortung  für ein Miteinander auf Augenhöhe wahrnimmt.

Weitere Informationen unter www.stephan-krawczyk.de.