Tango in Istanbul

Kolumnen von Lea Martin

»Alle wollen nach Buenos Aires. Ich will nach Istanbul. Die Vorstellung, in Istanbul Tango zu tanzen, ist ein Traum. Und zugleich ein Protest — auch gegen mich selbst. Ich will nicht länger gelten lassen, dass die Türkei ein rotes Tuch ist, politisch. Deshalb will ich in Istanbul Tango tanzen. Und lerne Türkisch. Du lernst die Sprache des Feindes?, werde ich gefragt. Ja, ich lerne die Sprache des Feindes. Ich habe Lust, eine feindliche Sprache zu lernen. Vielleicht sind es die Hormone. Zu wenig Oxytocin, zu viel schweifende Sehnsucht.« 

In Istanbul, früher Konstantinopel, wurde der Tango den Menschen nicht in die Wiege gelegt, doch er boxt sich durch, allen Widerständen zum Trotz. Die Kolumnen »Tango in Istanbul« von Lea Martin erzählen von der Suche nach einem Tango, der in die Zukunft weist, und einer Reise, von der bis zuletzt unklar ist, ob sie stattfinden wird.

Tango-Tanzende sind Reisende, die nicht ankommen. Die Kolumnen führen die Erzählerin auf Umwegen schließlich doch an ihr Ziel. In den Gassen von Istanbul geraten sie an eine Grenze. Die Geschehnisse überschlagen sich, ein Roman wird geboren. »Tango in Istanbul. Der Roman« erscheint voraussichtlich im Juni 2026.

Einige Kolumnen aus »Tango in Istanbul« sind in »Männer, die Tango tanzen« enthalten, andere wurden in der »Tangodanza« veröffentlicht.

Lea Martin: Tango in Istanbul. Kolumnen. Hardcover, ca. 200 Seiten. ISBN 978-3-935401-34-0, vorauss. Ladenpreis 18 Euro., voraussichtlicher Erscheinungstermin: Dezember 2026. Jetzt vorbestellen zum Subskriptionspreis von 12 Euro.