Die Kommunistin – Ein Roman über die Verführungskraft politischer Ideale
West-Berlin, Mitte der 1980er-Jahre. Stella ist Studentin und begeistert sich für den Kommunismus. Sie glaubt an eine gerechtere Welt und daran, dass sich die Ursachen von Unterdrückung und Ausbeutung erkennen und bekämpfen lassen. Doch dann stolpert sie über die Definition von Faschismus. Ausgerechnet der Holocaust, die Vernichtung der europäischen Juden, bleibt darin ausgeblendet. Was Stella bisher für selbstverständlich gehalten hat, gerät ins Wanken.
Auch andere Begriffe, mit denen sie ihre Welt ordnet, verlieren ihre Eindeutigkeit. Was bedeutet es, kleinbürgerlich zu sein? Und wie viel Wirklichkeit geht verloren, wenn politische Überzeugungen bestimmen, was man überhaupt wahrnehmen kann?
Als Stella schwanger wird, verändert sich ihr Blick erneut. Plötzlich denkt sie von ihrem Körper her und träumt von Familie. Ihr Freund hält wenig von dieser kleinbürgerlichen Idee. Stella will ihm nicht zumuten, gegen seinen Willen Vater zu werden, und trifft eine Entscheidung, die sie überfordert. Als sie auf einer Demonstration einem Kommunisten begegnet, der vor Khomeini aus dem Iran geflohen ist, nimmt ihr Leben eine entscheidende Wende.
»Die Kommunistin« erzählt von einer jungen Frau, die mit der Nazi-Vergangenheit ihrer Eltern abschließen will und für eine gerechtere Welt kämpft. Als Lesende und Liebende entdeckt Stella, dass die Wirklichkeit sich nicht in ideologischen Begriffen erschöpft.
»Die Kommunistin«, Roman, Lea Joan Martin, 175 Seiten, Hardcover, ISBN 978-3-935401-12-8, 14,95 €
»Das Buch wird wohl polarisieren«, sagt ein Leser. »Entweder es lässt einen kalt und man legt es beiseite. Oder man lässt sich ein auf eine spannende, anrührende Erzählung, die einen in ihren Bann zieht und bis zuletzt nicht loslässt.«
»Diese Figur besitzt Strahlkraft«, findet der Blogger Jürgen Gelsdorf auf Instagram. Der vollständige Beitrag ist hier zu lesen.
Ein Interview zu ihrem Debütroman »Die Kommunistin« hat Lea Joan Martin kurz nach seinem Erscheinen im Juli 2021 der »Leserkanone« gegeben, siehe dieser Link.
