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Kamerascheu

Aufruf zu einer Anthologie mit literarischen Texte über Sichtbarkeit, Verweigerung und digitale Barrieren

Profile, Avatare, Selfies, Videokonferenzen: Wer nicht gesehen wird, gerät leicht aus dem Blick. Doch nicht alle wollen oder können sich zeigen.

Für die Anthologie „Kamerascheu“ suchen wir literarische Texte von und über Menschen, die sich nicht gern fotografieren oder filmen lassen – aus Scham, Angst, Schutzbedürfnis, Überzeugung, Widerstand oder ganz eigenen Gründen – und die dadurch im digitalen Alltag auf Grenzen stoßen.

Was bedeutet es, wenn das eigene Gesicht fehlt? Wenn Kameras ausgeschaltet bleiben, Profilbilder leer sind, Sichtbarkeit verweigert oder vermieden wird?
Welche Folgen hat das – im Privaten, im Sozialen, im Beruflichen?

Wir laden Autor:innen dazu ein, diese Erfahrungen literarisch zu erkunden: in Erzählungen, Kurzprosa, Essays oder Gedichten. Gesucht sind Texte, die sich mit Unsichtbarkeit, Selbstschutz, Körperlichkeit, Kontrolle, Identität und digitaler Teilhabe beschäftigen – leise oder widerständig, persönlich oder fiktional, poetisch oder essayistisch.

Mögliche Leitfragen:

  • Welche Gründe gibt es, sich dem Fotografiert- oder Gefilmtwerden zu entziehen?
  • Welche Konsequenzen hat diese Entscheidung im digitalen Raum?
  • Wann wird Unsichtbarkeit zur Barriere – und wann zur Strategie?

Mit „Kamerascheu“ möchten wir literarische Texte sammeln, die diesen Perspektiven Raum geben — Texte über das Recht, nicht gesehen zu werden, über digitale Normen und über Menschen, die sich ihnen entziehen.

Formate: Erzählungen, Lyrik, Kurzprosa, literarische Essays
Umfang: max. 7 Normseiten (1.500 Zeichen inkl. Leerzeichen)
Einsendeschluss: 30.04.2026
Kontakt: info@leamartin.de

Jede Veröffentlichung wird mit fünf Frei-Exemplaren der Anthologie honoriert.

Stefanie Schäfer

Malerei nach Kinderbildern

Schon mal ein Kinderbild geschenkt bekommen? Ohne dass rechte Freude aufkam? Als Waldorf-Pädagogin hat die Malerin Stefanie Schäfer, Bonn, einen eigenen Blick auf Kinderbilder. Sie bringt sie zum Leuchten und deckt dabei den Reichtum auf, der in ihnen steckt.

Gesehen & gemalt
Noch gibt es keine Website mit der Kunst von Stefanie Schäfer. Aber es gibt bereits einen Namen: www.gesehenundgemalt.de. Und wer nicht arten möchte, kann in Kürze schon mal hier Postkarten schnuppern. Wenn du den Newsletter von j:m: abonniert hast, erhältst du eine Information, wenn es soweit ist. Wenn du ihn abonnieren möchtest, schreib uns einfach eine kurze Nachricht per Mail.

Die Künstlerin im Gespräch
Im Gespräch für meinen Podcast »Privatlesung« hat mir die Künstlerin erzählt, was sie aus den Kinderzeichnungen liest, die sie inspirieren, und weshalb sich viele Menschen freuen, ihre farbenfrohen Bilder zu sehen. Der Podcast ist überall zu finden, wo es Podcasts gibt.

Die Welt lesen
Wenn du dich fragst, was haben Bilder in einer Privatlesung verloren?Man kann Bücher lesen. Die Zeichen der Natur. Oder Kinderbilder. Die Privatlesung mit Stefanie Schäfer ist besonders privat, weil sie mit Lea Martin verwandt ist.

Postkarten
Im Folgenden ist eine Auswahl an Motiven zu sehen, die als (Klapp-) Postkarte bei j:m: bestellt werden können. Links ist das Kinderbild zu sehen, das als Vorlage diente. Rechts das Bild, zu dem die Künstlerin inspiriert wurde.

Die folgenden Bilder können als (Klapp-)Postkarte bestellt werden. (Auf der Rückseite befindet sich in den meisten Fällen ein kleines Foto des Original-Kinderbilds).

Kleine (Klapp-)Postkarten (Format x /y ) können zum Stückpreis von je 1,50 € hier bestellt werden:

Große (Klapp-)Postkarten (Format x / y) können zum Stückpreis von 2 € hier bestellt werden:

Im Freitextfeld des Warenkorbs bitte unbedingt angeben, welches Motiv oder welche Motive gewünscht werden.

Und wenn ich heute stürbe

Lea Joan Martin

Und wenn ich heute stürbe
Wäre mir die letzte Nacht
Die liebste wohl von allen
Weil sie mir dich gebracht. 

Und wenn ich weiterlebe
Begrüß ich jeden Tag
Als ein Geschenk des Himmels
Für das ich danken mag 

In Liedern, leicht wie eine
Musik, die uns beschwingt
Ins Leben schickt als Engel,
Der von der Liebe singt.

Poesieketten

Die Poesieketten von Lea Joan Martin lassen Worte tanzen.

Ein literarisches Geschenk für alle, die das Besondere lieben. Liebevoll verpackt, verschiedene Texte. Einfach im Freitextfeld angeben, welches Gedicht gewünscht wird. Die Auswahl steht weiter unten.

Diese Gedichte stehen aktuell zur Auswahl:

Hoffnung

Poesie 

Glück

Und wenn ich heute stürbe

Einmal nur sag

Wenn du dir ein anderes Gedicht aus dem Repertoire von j:m: wünschst, schreib das gern bei deiner Bestellung im Freitextfeld,, und ich fertige eine Poesiekette mit dem Gedicht deiner Wahl an.

Tango in Istanbul. Der Roman

Lea Joan Martin

Tango in Istanbul. »Wenn sie sich vorstellt, in Istanbul Tango zu tanzen, sieht sie sich aufrecht auf einem Barhocker sitzen, weit oberhalb der tosenden Stadt, die Beine übereinander geschlagen, in Vorfreude auf das, was die Nacht bereit hält.«

Eine impulsive, unlogische Entscheidung lenkt Karens Reise in eine unerwartete Richtung. In Istanbul erkundet sie nicht nur Gassen, Plätze und Träume, sondern auch die stillen Muster, die sie daran hindern, so frei zu leben, wie sie sich das wünscht.

Ein leiser, intensiver Roman über Sehnsucht, Ambivalenz und die Frage, wie man sich selbst neu erfindet, wenn ein Traum zerbricht.

Lea Joan Martin: Tango in Istanbul. Der Roman. Softcover, ca. 184 Seiten, ISBN 978-3-935401-33-3, voraussichtl. Erscheinungstermin Frühjahr 2026, voraussichtl. Ladenpreis 18 €. Bis zum Liefertermin kann der Roman unter folgendem Link zum Subskriptionspreis von 12 € vorbestellt werden, versandkostenfreie Lieferung.

Tango in Istanbul

»Tango in Istanbul« erzählt von dem weiten Weg bis zum Start einer Reise, von der bis zuletzt unklar ist, ob sie stattfinden wird.

Tango Tanzende sind Reisende, die nicht ankommen. In »Tango Sehnsucht« habe ich von der Idee erzählt, ein Sabbatical zu nehmen, für eine Auszeit in Buenos Aires, dem Mekka der Tango-Liebenden. Ich hatte mir bereits eine AirBnB-Wohnung ausgeguckt und zog in Gedanken von einer Milonga zur nächsten, nahm Unterricht bei angesagten LehrerInnen, ließ mir von der schönen argentinischen Stadt den Kopf verdrehen. Und dann sah ich plötzlich noch einmal den zauberhaften Film Im Juli von Fatih Akin, der ein Pärchen — das noch keines ist — nach Istanbul führt, und alle Pläne schmolzen dahin. Diese Stadt, diese Brücke … dort wollte ich Tango tanzen. In Istanbul, früher Konstantinopel, wo der Tango den Menschen nicht in die Wiege gelegt wurde, sondern wo er sich durchboxt, allen kulturellen Widerständen zum Trotz.

Tango am Paul-Löbe-Haus, Berlin. Foto: Lea Martin

Argentinischer Tango im Regierungsviertel Berlin, wie er auf dem Foto zu sehen ist, zeugt von der Sehnsucht, dem kalten Stein der Realität etwas entgegenzusetzen. Die Umarmung im Tango ist weich. Und flüchtig. Der Traum aber, der sie begleitet, geht über den Moment hinaus. Erste Kolumnen von »Tango in Istanbul« sind in »Männer, die Tango tanzen« enthalten und werden in der »Tangodanza« veröffentlicht.

Der Erscheinungstermin von »Tango in Istanbul« steht noch nicht fest.